Soroptimist International Club Schwäbisch Hall hilft in Äthiopien

Präsidenin Ulrike Miehlke (re.) und Hiolfsfond-Beauftragte Ilse SChüle (li.) übergeben die SI-Spende an Kristian Gehring.

Sauberes Trinkwasser muss in vielen Regionen Äthiopiens mühsam zu Fuß geholt werden. Mit 30 Eseln unterstützt der Serviceclub Soroptimist International (SI) Schwäbisch Hall das Engagement der WasserStiftung - Waterfoundation und erleichtert für bedürftige Familien den Alltag.

Sauberes Trinkwasser ist in vielen Regionen Äthiopiens keine Selbstverständlichkeit. „Nur etwa ein Viertel aller Äthiopier hat Zugang zu sauberem Wasser“, erklärt Club-Präsidentin Ulrike Miehlke. „In vielen Gegenden gibt es nahezu keine Brunnen. Für die meisten Menschen muss das Wasser deshalb auf dem Rücken herangetragen werden.“ Darum kümmern sich traditionell die Frauen der Familien, deshalb werden meist die Töchter mit dieser Aufgabe betraut. „Tagtäglich legen die Mädchen sehr weite Strecken durch unwegsames Gelände zurück – beladen mit schweren Tonkrügen und Kanistern“, so Ulrike Miehlke weiter. „Ein Schulbesuch ist angesichts dieser Aufgabe meistens unmöglich und auf gesundheitlichen Risiken, die durch das Tragen der schweren Kanister entstehen, kann schlichtweg keine Rücksicht genommen werden.“ Hat die Familie allerdings einen Esel, ist die Versorgung mit ausreichend Trinkwasser um ein Vielfaches leichter zu bewältigen.

„Ein Esel samt Tragegestell für zwei große Kanister kostet auf dem lokalen Markt 100 Euro. Ein Betrag, der für unsere Ohren verhältnismäßig gering erscheint, für eine einheimische Familie aber nicht zu stemmen ist.“ Der Haller Serviceclub hat sich deshalb dazu entschieden, 3000 Euro zu spenden und damit 30 Esel zu finanzieren. „Auf die Idee hat und Christian Gehring, der Vater einer Clubschwester gebracht. Er engagiert sich für die WasserStiftung und hat uns das Projekt ausführlich vorgestellt. Zudem engagiert sich Soroptimist International auf europäischer Ebene derzeit für das Projekt ‚Soroptimists go for Water’,“ erläutert die Club-Präsidentin weiter. „Das ist eine Initiative, die sich auf vielfältige Weise dem Thema Wasser widmet. Die Esel in Äthiopien sind sicher nur ein kleiner, aber vor Ort doch ein bedeutender Mosaikstein zum Umgang mit Wasser auf unserer Welt. Und wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer Spende gleich mehreren Familien helfen können.“

Bildunterschrift: 3000 Euro für 30 Esel. Ilse Schüle (Hilfsfonds-Delegierte, li.) und Club-Präsidentin Ulrike Miehlke (re., beide SI) übergeben den Spendenscheck an Christian Gehring, den Vertreter der WasserStiftung.

Zurück